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Die neue Kirche   -   seit  1926


 

Am 26. November 1926 wurde die neue Kirche eingeweiht.

Erbauer war, trotz größter Schwierigkeiten, Pfr. Sebastian Huber.
 

Der Architekt war Franz Xaver Huf aus München; er gestaltete auch weitgehend die Einrichtung.

 

Pfr. J. Widholzer trug den immensen Schuldenberg ab, indem er u. a. bereits damals Pfarrabende veranstaltete.
(siehe auch Zeitungsbericht aus dem Jahre 1932).

 

 

 

          

 

 

   

 

Der Hochaltar von 1981 mit der Kreuzigungsgruppe und den seitlichen Heiligenfiguren von Joh. Nep. Petz, 1849/1852.

     

Der linke Seitenaltar, neugotisch, aus dem Jahre 1874, von Joh. Kraus. - Der rechte Seitenaltar "gotisierend", 1927 von F. X. Huf entworfen. Das Altarbild: Tod des hl. Joseph. Die Gedenkplatte im Mittelgang zeigt die Stelle des Hochaltars in der alten Kirche an.  1960 / 1968 wurde die Kirche umgestaltet.

                              

35-jähriges Priesterjubiläum von Pfr. J. Widholzer        Kirchweih-Jubiläum 1976 mit Pfr. Gröner

                                             

 

Dies soll das Zeichen meines Bundes sein,
den ich zwischen mir und allem Fleische
auf Erden errichtet habe.
                                                  
Gen. 9, 17

 

Die Gott Vater-Figur gehörte ursprünglich zur Kreuzigungsgruppe.
So hatte Joh. Nep. Petz 1849 den Hochaltar für die Vorgängerkirche geschaffen. Bereits 1851 wurde der Altar weiter in die Apsis zurückgesetzt. An der neuen Stelle hatte das Relief keinen Platz mehr. Es war deshalb für längere Zeit an der Stirnseite vom Jochamhof (gegenüber dem alten Pfarrhof) angebracht. Pfr. Sittler ließ die Figur wieder in die Kirche zurückbringen und zwar an die obere Emporenbrüstung. Unter Pfr. Widholzer wurde sie renoviert, mit einem goldenen Strahlenkranz umgeben und im Juli 1935 am Triumphbogen angebracht; damit war die Dreifaltigkeitsgruppe wieder zusammen. Die damalige Umschrift: "Gott ist die Liebe."

 

Die beiden Heiligenfiguren sind ebenfalls von Joh. Nep. Petz (von 1852). Der hl. Laurentius ist der Patron der Kirche.- "Der unvergängliche Schatz der Kirche sind die Armen, die Kranken, die Ausgestossenen und ihr Trost durch die Barmherzigkeit Gottes." - Er starb als Märtyrer, wahrscheinlich am 10. August 258. Dargestellt wird er als Diakon, mit dem Rost, seinem Marterwerkzeug. In der Verehrung durch die Gläubigen nahm er seit jeher einen besonderen Platz ein.

 

Im Zuge der liturgischen Reformen wurde 1968 von Bildhauer Matthiäus Bayer aus München der Chorraum umgestaltet. Der neu-gotische Altaraufbau wurde entfernt. Der freistehende Altartisch wurde am 24. März 1968 geweiht. In der Marmorplatte aus dem frühen 15. Jhdt. sind die Reliqien einschlossen.
Der Tabernakel mit dem eucharistischen Christus nimmt den zentralten Platz ein - "Ich bin mitten unter euch."  -  Die fünf Amethyste weisen auf die Wundmale Jesu hin, die zwölf kleineren Steine auf die Apostel und auf die Stämme Israels.

 

Christus am Kreuz, über ihm Gott Vater, auf den Sohn hinweisend. Unter dem Kreuz Maria und Johannes. Der unter Pfr. Betsching angeschaffte neue Hochaltar von 1849 war ein wirkliches Kunstwerk, geschnitzt vom Münchner Bildhauer Joh. Nep. Petz.
Dieser war ein Schüler des berühmten Bildhauers Konrad Eberhard, der Plastiken in frühklassizistischem Stil schuf (- ein Verwandter von Pfr. Eberhard) - Unter Pfarrer Back wurde die Kreuzigungsgruppe neu gefasst und direkt an die Wand angebracht.

 

St. Donatus ist ein Wetterheiliger. In den Jahren 1830 - 32 sollen furchtbare Hagelwetter über dem Chiemsee niedergegangen sein, die zu einer Hungersnot führten. Da haben die Menschen ihre Zuflucht zu St. Donatus genommen. In mehreren Kirchen wurde sein Bild oder seine Statue aufgestellt. - Der hl. Donatus war mit dem Kaiser Julian Apostata erzogen worden; später musste er vor ihm fliehen. Er tat große Wunder und wurde  zum Bischof gewählt. Im Jahr 362 erlitt er den Märtyrertod durch das Schwert.