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Die Pfarrkirche St. Laurentius

 

 

Die Kirche ist dem Hl. Laurentius geweiht, einem römischen Märtyrer, der nach der Legende unter Kaiser Valerian im Jahre 258 n. Chr., auf glühendem Rost gemartert wurde. Bemerkenswert ist, daß alle Laurentiuskirchen Denkmäler ältesten christlichen Geistes sind und an solchen Orten oft Römerfunde gemacht wurden (siehe auch Kapitel »Die Römerzeit«). Über die früheste Geschichte unserer Pfarrkirche schreibt Peter von Bomhard in seiner Chronik >Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Landkreises Rosenheim, II. Teil< (S. 283): »Die älteste Urkunde der Kirche stammt aus dem Jahre 1408. Sie bildet zugleich das erste unmittelbare Zeugnis vom Bestehen des Gotteshauses. Die Kirche reicht jedoch ohne Zweifel in sehr viel frühere Zeiten zurück. So lässt der Umstand, daß Erzbischof Adalbert von Salzburg im Jahre 924 dem edlen Diakon Adalung den Zehent in Bernau (decimam ad Pernouva) überließ, auf das Vorhandensein einer Kirche schon im 10. Jahrhundert schließen. Das Laurentiuspatrozinium in Verbindung mit dem Alter der Siedlung dürfte auf einen Ursprung des Gotteshauses in spätrömischer Zeit hindeuten«.

Obwohl die Urkunden aus der Frühzeit unseres Gotteshauses spärlich sind, wissen wir, daß die Bernauer Kirche im 12. Jahrhundert eine Filialkirche von Prien war, die das Sanctissimum, das Allerheiligste, in einem Sakramentshäuschen aulbewahrte und auch schon einen Friedhof besaß. Es wurde, wie berichtet wird, 1429 eine Montagsmesse von einem Traunsteiner Bürger nach Bernau gestiftet, auch Ulrich von Freyberg, herzoglicher Pfleger von Marquartstein hatte die Stiftung einer Feiertagsmesse an das Gotteshaus von Bernau geplant, die aber sein Bruder Burkhart verhinderte, da er für die Aschauer Kirche und Taferne Nachteile befürchtete. Eine ewige Feiertagsmesse stiftete 1474 ein Hans Cawfmann (Kaufmann) und seine Ehehälfte Ameley aus Westerham 1475 wurde von den Zechpröbsten und der Kreuztracht eine Sonn- und Feiertagsmesse, 1511 vom Bernauer Tafernwirt Christian Seiser eine Freitagsmesse und 1532 von seinem Sohn eine Mittwochsmesse gestiftet.

Bernau war damals eine Kooperatur, wir würden heute sagen Expositur, von Prien, mit einem eigenen Kaplan, die aber 1511 mit der neu gegründeten Kooperatur Hittenkirchen vereinigt wurde. Der Bernauer Kaplan mußte abwechselnd die Sonntagsmesse in Bernau und Hittenkirchen abhalten. Durch Priestermangel war seit der Mitte des 16. Jahrhunderts die Bernauer Kaplanei schließlich verwaist und die Chorherren von Herrenchiemsee übernahmen die geistliche Betreuung. 1631 verfügte der Probst von Herrenchiemsee, daß der Bernauer Kaplan, mit Wohnsitz in Bernau, die Messen in Bernau, Hittenkirchen und auch zwei Wochenmessen in Niederaschau lesen mußte (Grannsenmesse = Die Grannsenmesse ist ein Benefizium, d.h. eine Pfründe an die Kirche zu Aschau für eine ewige, tägliche Messe. Sie wurde 1405 unter Conrad Freyberg gestiftet. Die Güter, die Lucia Mautner ihrem Gemahl Chunrad Granns als Heiratsgut zugebracht hatte, wurden,  da die Ehe kinderlos war,  durch Schiedsspruch des Bayern Herzogs Stephan der Aschauer Kirche als Pfründe gegeben.)

 

Über das Aussehen und die Bauweise der früheren Kirchen fehlt jegliche Überlieferung.

Wann die alte, 1926 abgebrochene Kirche, erbaut wurde, dazu fehlen schriftliche Zeugnisse. Der Turm der heutigen Pfarrkirche stammt noch von der alten Kirche. In ihm sollen die Jahreszahlen 1377,  1435  und  1475  angebracht gewesen sein, wobei Peter von Bomhard diese als beweiskräftig, besonders das Jahr 1377, anzweifelt. Vermutlich wurde das Gotteshaus um die Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet.

 

 

 

 

Die Kirche war ein einschiffiger gotischer Bau, dessen Langhaus mit Chor eine innere Länge

von 20,5 m, eine Breite von 6,6 m und eine Gewölbehöhe von 8,4 m hatte.

Die Firsthöhe der Kirche betrug 17 m. Die Mauern hatten eine Stärke von etwa 0,8 bis 1 m.

Die Turmhöhe betrug 40 m. Ob der Turm ursprünglich ein Satteldach hatte, wie viele

gotische Türme, ist nicht genau erwiesen.

Eine schematisierte Darstellung aus dem Jahre 1564 zeigt die Kirche mit einem Spitzturm.

 

 

    Die Chiemseestraße mit Bernauer Kirche um 1920

 

In dieser spätgotischen Kirche befanden sich im 16. Jahrhundert drei Altäre. Vom Hochaltar, einem spätgotischen Flügelaltar, steht im Kircheninventar von 1700: »von einer alten manier, mit 2 großen Paickhen (= Flügeln) darinnen (= Schrein) drei gefaßte Bilder von Bildhauerei, stattlich vergoldet, nämlich (in der Mitte) S. Mariae Matris Dei (Mutter Gottes), seitlich S. Laurenty et S. Aegidy« (P. v. Bomhard 1957, S. 284). Schon 1629 wird ein Altartisch erwähnt von »sehr schönen Marmor«. Auf der Evangeliumseite war ein Seitenaltar dem hl. Martin geweiht, während auf der Epistelseite vermutlich ein ungeweihter Seitenaltar ohne Aufbau stand. Wie in der Gotik üblich, war ein Sakramentshäuschen für das Allerheiligste vorhanden.

 

Einen wichtigen Beitrag zur alten Kirche und zu ihrem Bestand liefern Aufzeichnungen aus alten Chroniken.

1559 wurde die Kirche neu eingedeckt.

1564 erneuerten Wolfgang Wagner und Hans Osterhammer die Friedhofsmauer.

1585 erhielt die Kirche ein neues Gestühl, zu 10 fl. zu Hilfe gegeben.

Ein >hl. Grab< wird 1577 erstmalig erwähnt und 1583 eine Sonnenuhr.

In den Jahren 1589, 1594 und 1601 sind Ausgaben vermerkt für das Storchenrad auf dem Kirchturm.

Einen neuen Tabernakel für den Hochaltar erhielt die Kirche 1623    und

1630 lieferte Michael Furtner, Schreiner zu Hohenaschau, einen Beichtstuhl.

1630/31 stiftete der Bernauer Tafernwirt Wolfgang Rappl einen Altaraufbau auf der Epistelseite mit einer Statue des Hl. Sebastian.

Ein Uhrblatt um 3 fl. wurde 1637 angebracht   und  

1643 wurden 40 Holzstämme für den Kirchturmbau aus dem Hainbuch herangeschafft.

In der Fastenzeit, im Jahre 1663, hat ein Unwetter die Kirche arg beschädigt. Darüber steht in der Chronik zu lesen: »der in der Fassten diß Jahres geweste grosse Sturbwindt nit allein das ganze Lankhaus sambt Tachstuell vnd Tach (= den ganzen Kirchendachstuhl samt seiner Schindeldachung) von der, Khürchen abgetragen, (sondern ist) hernach auch der Thurn durch ainen Donnerstraich verlezt worden«. Der Zimmermeister im Loch, Martin Zifferer, erstellte den neuen Dachstuhl und der Maurermeister   Georg   Steindlmüller   von   Schlechtenberg (Aschau) führte die Reparaturen am Mauerwerk aus.

1677 wurde die alte Friedhofmauer aufgeführt,   und

1686 hat Paul Steindlmüller von Schlechtenberg die Kirche repariert, Fenster ausgebrochen und die gotischen Spitzbogen abgerundet.

Caspar Purkweger,   Hohenaschauer   Gerichtsverwalter   stiftete, nachdem er 1686/88 die Kirche gründlich renovieren ließ, 1696 einen neuen Martinsaltar - in barockem Stil. 

1710 wurden vom Bildhauer Ferdinand Hartmann aus Wasserburg 19 Krippenfiguren um 24 fl. erworben.

Zwei Glocken, zu 875 Pfd. und 634 Pfd., wurden bei der Münchner Firma J. M. Langenegger im Jahre 1712 angeschafft.

1716 wurde von privater Seite ein dem Martinsaltar ähnlicher barocker Aufbau für den Sebastiansaltar (Epistelseite) gestiftet.

Schließlich wurde  1722 der gotische Flügelaltar durch einen barocken Hochaltar mit gewundenen Säulen, Seitenfiguren und einem Altarblatt, darstellend die Mutter Gottes mit Kind, ersetzt.

Auf den Seitenaltären hat man im Jahre 1748 eine Nachbildung des Wiesheilands (Statue des gegeißelten Heilands aus der Wieskirche) und der Altöttinger Mutter Gottes anstelle des hl. Martin und Sebastian aufgestellt. 

Erwähnenswert  ist  ein  Kirchturmbrand im Jahre 1787.

Im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wurde der Marienaltar renoviert und ein Josefsaltar errichtet.  Andreas Guggenbichler, geb.  1786 in Aufing, Großhändler in Salzburg, erinnerte sich seiner Heimatgemeinde und stiftete 1831 der Kirche drei Glocken, die in Reichenhall gegossen wurden.

In Anlehnung an den spätgotischen Spitzhelm ersetzte Zimmerermeister Matthias Perti von Schlechtenberg 1835/36 den alten, vollkommen baufälligen Dachstuhl des Turmes durch einen neuen. Dafür wurde in der Gemeinde gesammelt.

Der Wirt Martin Wieser stiftete den vergoldeten Turmkopf. Für den Bau der neuen Turmspitze wurden u.a. 112 Kästen Lärchen schindeln, 4 Mut Kalk, 2 Ztr. hydraulischen Kalkes und 800 Ziegeln gebraucht.

1837 erhielt die Kirche eine neue Orgel.

 

Im Jahre 1849 wurde die Kirche unter dem Pfarrherrn Johann Nepomuk Betsching neugotisch renoviert.


Die schon im vergangenen Jahrhundert herausgeschlagenen gotischen Netzrippen des Gewölbes wurden mit hellblauer Farbe nachgemalt und anstelle des barocken Altars wurde ein neugotischer Hochaltar, ein Meisterwerk des Münchner Bildhauers Johann Nepomuk Petz, im Chor aufgestellt. Drei Jahre später erwarb man vom selben Künstler die Statuen der Kirchenpatrone Laurentius und Donatus. (Abb. 57,58,59) Pfarrer Eisenrichter ließ dann in den 70-iger Jahren unter anderem einen neugotischen Seitenaltar an der Nordwand des Chores errichten. Schon 1891 wurde der 40 Jahre vorher errichtete Hochaltar, den man nicht mehr als zeitgemäß ansah, durch einen neuen gotischen Altar aus der Werkstätte des Architekten J. A. Müller ersetzt. Die von J. N. Petz gefertigte Kreuzigungsgruppe baute man in den neuen Altar ein.

 

 

 

 

Durch die Zunahme der Bevölkerung, besonders seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, wurde die Kirche zu klein. Erweiterungs- und Neubaupläne wurden seit 1895 mehrmals angefertigt. Pfarrer Sittler gründete 1896 einen Kirchenbauverein, der offene Hände und Stifter fand. Bis 1914 hatte die Pfarrgemeinde 80000 RM gesammelt und man wollte nach Vorlage von mehreren Plänen mit dem Neubau einer neubarocken Kirche beginnen. Der Weltkrieg 1914/18, die Nachkriegsjahre und die Inflation machten alle Pläne zunichte. Pfarrer Sittlers Nachfolger, Sebastian Huber, belebte 1921 den Neubau-Gedanken. Wegen der Inflation wurde der Bau aber abgelehnt.

 

 

    

 

 

Die Gemeinde vergrößerte sich in der Zwischenzeit immer mehr.

Als Domkapitular Dr. Gärtner in einer Vollversammlung des Kirchenbauvereins

über die brennende Kirchenfrage am 13. Dezember 1925 sprach und 50000 RM

für den Neubau in Aussicht stellte, stimmten alle dem Neubau der Kirche unter

Einbeziehung des alten Turmes zu.

Architekt Franz Xaver Huf, München, entwarf die Pläne und einheimische Handwerker,

wie die Baufirma Schellmoser, Bernau und Fleidl, Grassau, sowie die Zimmerermeister

Stephan und Egger, Bernau, wurden mit den Arbeiten betraut.

 

 

 

 

 

          Die Bernauer Kirche vor dem Umbau

 

Am 7. Januar 1926 hüb der Scharwerkdienst an, am 10. Mai begannen die Erdarbeiten zum Neubau, und schon am 11. Juli 1926 legte Domkapitular Dr. Gartmeier den Grundstein.

Am 28. August konnte bereits das Richtfest gefeiert werden. Die neue Kirche wurde über der alten erbaut. Man ließ einfach die alte Kirche stehen und benützte sie weiter,  während rundherum  die Mauern emporwuchsen.

Am 27. Oktober 1926 fand der letzte Gottesdienst in der jahrhundertealten Kirche statt. Danach wurde sie abgebrochen.

An sie erinnert nur noch ein Gedenkstein im Pflaster des Mittelganges, mit der Inschrift: »Hier stand in der alten Kirche der Hochaltar, konsekriert und Firmung am 14.IX.1851 von Erzbischof Carl August v. Reisach«.

 

 

Einen Monat später, am 28. November 1926, wurde die neue Kirche von Michael Kardinal Faulhaber, unter Assistenz von einem Prälaten und elf Geistlichen aus der näheren Umgebung, feierlich eingeweiht.

Die Innenausstattung der neuen Kirche In die heutige Kirche wurden bedeutende Stücke aus der alten übernommen. Es sind dies der neugotische Hochaltar von 1891 mit der lebensgroßen Kreuzigungsgruppe und den Seitenstatuen St. Laurentius und Donatus, gefertigt von J. N. Petz 1849 und 1852.

Auch die in ihrer neugotischen Bemalung schönen Chorfenster wurden wieder verwendet. Das Fenster rechts vom Hochaltar, mit dem Hl. Paulus, hatte der Besitzer der Neumühle, Julius Stephan, gestiftet. Die beiden Fenster, links vom Hochaltar, mit dem Hl. Petrus und St. Ludovicus, sind Stiftungen des Herzogs von Modena und seiner Gemahlin Erzherzogin Adelgunde, einer Tochter König Ludwig I. Sie lebte auf Schloß Wildenwart, wo sie ihr Bruder, der Prinzregent Ludwig, jährlich besuchte. Bei dieser Gelegenheit kam er meist auch nach Bernau, wo er den königlichen Kämmerer Graf Butler in seinem Sommeraufenthalt im Hause Welkamer aufsuchte. Die Fenster neben dem Marien- und Josefs-Altar sind Stiftungen von Creszentia und Joh. Nep. Wieser (1876), ehemals Besitzer des Gasthofes zum Alten Wirt.

Der linke Seitenaltar zeigte sich in neugotischem Aufbau mit einer Madonna aus dem Jahre 1874. Der rechte Seitenaltar, mit gotisierendem Aufbau und einem Gemälde, das den Tod des Hl. Josef darstellte, stammte aus dem Jahre 1927.

 

 

In die Brüstung der Empore sind drei Gemälde eingefügt, die den Tod des Hl. Sebastian, das Martyrium des Hl. Laurentius und St. Martin darstellen. Die Bilder sind 1696 datiert, der Maler war Jacob Carnutsch, ein Priener.

 

Unter der Empore, an der Westwand, sind zwei dreiteilige Hinterglasbilder (Triptychen) zu sehen, beide von Hugo Decker. Sie zeigen die Geburt Christi mit Verkündigung an die Hirten und die drei Heiligen Könige sowie die Selige Irmengard als Beschützerin der Feldfrüchte. Die Seitenflügel stellen den Eintritt der Seligen Irmengard in das Kloster Frauenchiemsee dar und wie sie den Armen einen »Schuchsen« spendet. An der nördlichen Seitenwand unter der Empore ist die Grabplatte (Epitaph) von Christian Seiser angebracht.

 

Der Innenraum zwischen 1926 und 1966, mit den neugotischen Altären

 

 

Im Chor gibt es drei weitere Gemälde, darunter das ehemalige Altarbild von 1772.

Es stellt die Kirchenpatrone St. Laurentius und St. Aegidius vor der in Wolken thronenden Muttergottes mit Kind dar.

Die liturgische Bewegung, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückgeht, und das 2. Vatikanische Konzil, führten, wie in den meisten Kirchen, im Jahre 1968 zu einer Umgestaltung des Altarraumes.

Der neugotische Altar wurde entfernt. Der heute freistehende Altartisch, mit der jahrhundertealten Rotmarmorplatte, wird rückwärtig von der Kreuzigungsgruppe überragt, die aus der Vorgängerkirche stammt.

Unter dem Kreuz fand ein in neuzeitlichem Stil gestalteter Tabernakel Platz.

Die holzgeschnitzten Figuren der Kreuzigungsgruppe sowie die links und rechts vom Altar an der Wand auf einem Sockel stehenden Statuen, der Kirchenpatrone St. Laurentius und St. Donatus, wurden 1849 und 1852 von Joh. Nep. Petz geschaffen (siehe oben).

Die beiden Seitenaltäre wurden schon 1960 umgestaltet. Über dem linken Seitenaltar thront heute eine Madonna aus der Zeit um 1620-1650, vermutlich eine Schnitzarbeit aus dem Kreis um Ignaz Degier, Weilheim.

Der Innenraum der alten Bernauer Kirche um 1920

Der Rokoko-Tabernakel des Marienaltars entstand um 1770.

Auf dem rechten Seitenaltar steht auf dem Altartisch ein Rokoko-Baldachin, darüber der Hl. Josef, eine Spätbarockfigur, die von der Kirche Heilig-Geist in München erworben wurde.

 

Im Zentrum des Chorbogens findet sich ein altes Schnitzwerk, das Gott Vater mit der Hl.-Geist-Taube darstellt.

Diese Arbeit zierte vermutlich einmal den Giebel eines Bernauer Bauernhauses und könnte aus einer alten Kirche stammen.

Die 14 Bilder des Kreuzweges an den Seitenwänden der Kirche, wahrscheinlich um 1830 entstanden, wurden von einem niederbayerischen Dorf im Zuge der Kirchenrenovierung in den sechziger Jahren qeworben.

Hatte Pfarrer Sittler eine Generation lang den Gedanken an einen Neubau wachgehalten, so konnte Pfarrer Huber die neue Kirche schließlich bauen.

Sein  Nachfolger,  Pfarrer Widholzer,  päpstlicher Kämmerer, verringerte die Schuldenlast und verschönerte die Innenausstattung.

Pfarrer Back, Geistlicher Rat, trug zur Umgestaltung und Innenausstattung der Kirche in ihrer jetzigen Form bei.

 

 

Quellen zur Geschichte

Chronik Braun

Aufzeichnungen von M. Haumeier

Aufzeichnungen von Joseph Bacher

Aufzeichnungen von Dr. H. Decker

Pfarramtliches Familienbuch

Pfarrei Bernau, Chronik I, 1976.

Bernhard, Peter von: Die Kunstdenkmäler der Stadt und des

Landkreises Rosenheim. Bd. 11/2, 1957.

 

(Auszug aus dem Heimatbuch  -  Abdruck mit
freundlicher Genehmigung der Gemeinde Bernau)